Philosophie

Wie der Name Katzentempel schon ahnen lässt, ist der Katzentempel ein Restaurant, in dem Katzen leben. Alle Katzen stammen aus dem Tierschutz und das Essensangebot ist vegetarisch-vegan. So verwirklichen wir ein glaubhaftes und zeitgemäßes Konzept. Glaubhaft, weil nicht nur das Wohl der Katzen sondern aller Tiere im Fokus steht und zeitgemäß, weil sich der Gedanke einer nachhaltigen, umweltbewussten Lebensweise, die mehr und mehr ins Bewusstsein der Gesellschaft gelangt, im pflanzlichen, regionalen und biologischen Essensangebot widerspiegelt.

Im Katzentempel kann man in Gesellschaft von geretteten Katzen ein ausgiebiges Frühstück, Mittag- oder Abendessen genießen, oder sich bei einem Kaffee mit einem Stück Kuchen verwöhnen. Alle Speisen und sämtlich Kuchen und Torten werden mit viel Liebe in der Katzentempelküche zubereitet. Bei den Zutaten wird auf Bioqualität, Regionalität und Nachhaltigkeit geachtet, zudem wird ausschließlich Dinkelmehl verarbeitet. Kaffee, Tee und sonstige Getränke stammen größtenteils von lokalen, nachhaltigen Unternehmen. Außerdem spiegelt sich auch die zunehmende Anzahl an Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten im Sortiment des Katzentempels wider. Glutenfreie Optionen sind immer vorhanden und Personen mit einer Laktoseunverträglichkeit kommen voll auf Ihre Kosten. 

Da uns, den Gründern und auch den Betreibern der einzelnen Katzentempel, der Tierschutz sehr am Herzen liegt, können sich die Gäste im Katzentempel über Tierschutzprojekte, -organisationen und pflanzliche Ernährung informieren. Der richtige und respektvolle Umgang mit den Tempelkatzen ist in der Speisekarte und auch hier auf der Homepage erklärt. Unser Personal ist geschult, das Wohl der Katzen als oberstes Gebot zu sehen. Wenn die Katzen möchten, dürfen die Gäste mit ihnen ausgiebig spielen und schmusen. Der Katzentempel ist aber weder ein Streichelzoo, noch werden die Katzen als Kuscheltier oder Gegenstand zur Unterhaltung der Menschen betrachtet. Es besteht kein Anspruch der Gäste auf die Katzen, die sich jederzeit in ein eigenes Zimmer zurückziehen oder einfach ein paar Ebenen nach oben steigen können. Wir hoffen sehr auf Ihr Verständnis, weil wir nur so sicherstellen können, dass es den Katzen und somit auch unseren Gästen gut geht.

Über uns

Wir, Thomas Leidner und Kathrin Karl, führen gemeinsam den Katzentempel München und die für die Vergabe von Lizenzen zuständige Katzentempel GmbH. Wir wollen unser Konzept und die damit verbundene Philosophie deutschlandweit etablieren. Wir stehen beide mit vollem Herzen hinter dem Katzentempel-Konzept und wollen unseren Gästen den bewussten Umgang mit Tieren und Ernährung näher bringen. Wir wollen das nicht nur über die Katzen, die allesamt aus dem Tierschutz stammen, vermitteln, sondern auch über das leckere pflanzliche Essensangebot. Unsere Philosophie lautet mit Herz aber auch Verstand und Wirtschaftlichkeit den Gästen den Tier- und Umweltschutzgedanken näher zu bringen. Thomas Leidner war erst als Bankkauf- dann als Versicherungskaufmann und schließlich als Broker an der Börse tätig. Dort hat er sich im Derviatehandel aufgearbeitet, wobei ihm immer mehr klar wurde, dass ihn dieser Beruf nicht ausfüllt. Eine stressbedingte Magenerkrankung, die dazu führte, dass er mehr als 20 kg abgenommen hat, und der damit verbundene Umstieg auf die vegane Lebensweise gab dann den finalen Anstoß ein vegan-vegetarisches Katzencafé zu eröffnen. Nachdem Thomas einige Hürden, insbesondere bei den Behörden, gemeistert hatte, wurde das Café Katzentempel im Mai 2013 eröffnet. Kathrin Karl ist etwa ein Jahr nach Eröffnung als frisch promovierte Biochemikerin als zweite Inhaberin des Café Katzentempels eingestiegen. Kathrin hat, ähnlich wie Thomas während seiner Banker-Tätigkeit, schon während ihrer Promotion gemerkt, dass Ihre Zukunft nicht in der Forschung, also im Labor, liegt. Sie hatte auch ein Stellenangebot bei einer großen Unternehmensberatung. Aber genauso wie in der Pharmaindustrie hat sie in dieser Tätigkeit nicht die Sinnerfüllung gesehen, die für ihre zukünftige Arbeit eine grundlegende Voraussetzung war. Eine selbstständige Tätigkeit im Bereich der veganen Gastronomie hingegen war eine sehr reizvolle, mit ihren Idealen vereinbare Option.
Ich war erst als Bankkauf- dann als Versicherungskaufmann und schließlich als Broker an der Börse tätig. Dort habe ich mich im Derviatehandel aufgearbeitet, wobei mir immer mehr klar wurde, dass mich dieser Beruf nicht ausfüllt. Eine stressbedingte Magenerkrankung, die dazu führte, dass ich mehr als 20 kg abgenommen habe, haben mich schließlich zum Umdenken bewegt. Der damit einhergegangen Umstieg auf die vegane Lebensweise gab dann den finalen Anstoß den Katzentempel zu eröffnen. Nachdem ich einige Hürden, insbesondere bei den Behörden, gemeistert habe, wurde der Katzentempel München im Mai 2013 eröffnet.
Thomas Leidner
Geschäftsführer Katzentempel München und Katzentempel GmbH
Ich bin etwa ein Jahr nach Eröffnung des Münchner Katzentempels als frisch promovierte Biochemikerin als zweite Inhaberin eingestiegen. Ich habe, ähnlich wie Thomas während seiner Banker-Tätigkeit, schon während meiner Promotion gemerkt, dass meine Zukunft nicht in der Forschung oder der Pharmaindustrie liegt. Auch ein Stellenangebot bei einer großen Unternehmensberatung habe ich abgelehnt, weil ich in dieser Tätigkeit nicht die Sinnerfüllung gesehen habe, die für meine zukünftige Arbeit eine grundlegende Voraussetzung war. Das habe ich nun im Katzentempel gefunden - eine mit meinen Idealen vereinbare Arbeit, die mich glücklich macht.
Dr. Kathrin Karl
Geschäftsführerin Katzentempel München und Katzentempel GmbH

Warum vegan?

Wir wissen und verstehen, dass es einfacher ist mit dem Strom der Gesellschaft zu schwimmen, und wir verurteilen auch niemanden deswegen. Dennoch möchten wir das Bewusstsein für die Konsequenzen einer auf Tieren basierenden Ernährung schärfen. Über Aufklärung wollen wir erreichen, dass die Menschen aufhören die Augen zu verschließen und bewusst beginnen den Konsum von tierischen Produkten zu hinterfragen, zu reduzieren oder vielleicht sogar zu beenden.

Für das Wohl der Tiere

In der sogenannten Massentierhaltung werden die Tiere als Ware betrachtet, nicht als soziale Lebewesen mit individuellen Persönlichkeiten und Schmerzempfinden. Man enthält ihnen nahezu alles vor, was ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht. Hühnern wird z.B. nur ein paar Tage nach der Geburt mit einer scharfen Klinge der Schnabel gekürzt. Männliche Rinder und Schweine werden ohne Schmerzmittel kastriert. Die Tiere verbringen ihr kurzes Leben so dicht zusammengedrängt, dass sie sich noch nicht einmal umdrehen oder die Flügel spreizen können. Viele können kein einziges Mal frische Luft atmen, bis sie für eine albtraumhafte Fahrt zum Schlachthof in Transporter gestoßen und gezwängt werden (häufig unter extremen klimatischen Bedingungen und ohne Futter und Wasser). Auch den Tieren in der Milch- und Ei-Produktion geht es kaum besser. In der Ei-Industrie werden jährlich rund 40 Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet (oftmals werden sie lebendig in einen Schredder geworfen oder vergast). Außerdem werden jedes Jahr Millionen Kühe in der Milch-Industrie durch künstliche Befruchtung in eine „Dauerschwangerschaft“ versetzt, damit sie fast ununterbrochen Milch geben. Die Kälber werden den Müttern entzogen, damit nicht sie, sondern die Menschen, deren Milch trinken können. Männliche Kälber finden in fast allen Fällen einen sehr frühen Tod, während die weiblichen Nachkommen häufig selbst Milchkühe werden und somit das Schicksal ihrer Mutter teilen. Auf Grund der exzessiven Milchproduktion erkranken Milchkühe häufig an einer Entzündung der Milchdrüsen, die Eitern und Bluten hervorruft und mit Antibiotika behandelt werden muss, die die Milch verunreinigen.

Für die Umwelt

Die landwirtschaftliche Tierhaltung für Milch- und Fleischproduktion verursacht sehr hohe Emissionen an Treibhausgasen. Es werden hier mehr Abgase ausgestoßen als vom gesamten weltweiten Verkehr, inklusive Flugverkehr. Nicht nur die Emissionen sind beängstigend, auch der Verbrauch von fossilen Energie für die "Nutztier"haltung ist immens. Über 90% der Weltsojaernte und über 50% der Getreide- und Maisernte gehen in die Fütterung der Tiere in der Landwirtschaft. Damit geht die Zerstörung des Regenwaldes einher: Von diesem wird im Amazonasgebiet 80 % für den Futtermittelanbau gerodet. Nicht nur für den Futtermittelanbau, auch um Weideflächen und Raum für die Tierhaltung zu schaffen wird jede Minute die Fläche von ungefähr 35 Fußballfeldern planiert. Die "Nutztier"haltung benötigt 30 % der Landfläche der Erde und 70% der früheren Regenwälder im Amazonasgebiet sind heute Weideland für Nutztiere.
Durch die Zerstörung kostbaren Lebensraumes, sind viele Tierarten vom Aussterben bedroht. Auch die Ozeane sind extrem überfischt, wobei 60-70 % aller weltweit gefangenen Fische an sogenannte Nutztiere verfüttert werden. Pestizide, Dünger und andere in der Landwirtschaft und Nutztierindustrie eingesetzte Mittel verschmutzen Grundwasser, Böden und die Luft. 70% aller Trinkwasserressourcen gehen in die Landwirtschaft. So fordert eine omnivore Ernährungsweise ungefähr 15.000 Liter täglich, eine vegetarische 4.500 Liter und eine vegane ca. 1.100 Liter. Man spart mehr Wasser, wenn man auf ein Pfund Rindfleisch verzichtet, als wenn man ein ganzes Jahr lang aufs Duschen verzichten würde.

Für globale Gerechtigkeit

870 Millionen Menschen leiden laut UN weltweit an Hunger. Durch den Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten gehen Nahrungsmittel einen verschwenderischen Umweg über die sogenannten Nutztiere. Nur etwa 10 % der Proteine und Kalorien, die an das Tier verfüttert werden, nehmen Menschen in Form von Fleisch oder anderen tierischen Produkten wieder auf. Man benötigt 16 kg Getreide und 2000 l Trinkwasser um ein Kilogramm essbares Rindfleisch herzustellen. Je mehr tierische Produkte wir essen, desto weniger Menschen können wir ernähren. Der Grund ist genauso einfach wie dramatisch: Die Diskrepanz zwischen dem Wert an Energie, den wir in Getreideform an die Tiere verfüttern und dem Wert an Energie, den wir von den Tieren in Form von ihrem Fleisch und ihrer Produkte gewinnen, ist enorm. So könnte man mit Sojabohnen, die auf einem Hektar Land (das ist die Fläche von etwa anderthalb Fußballfeldern) 5.000 Menschen ernähren, wenn die Sojabohnen direkt als menschliche Nahrungsmittel genutzt würden. Verfüttert man die Ernte dieser Fläche jedoch erst an Tiere, kann man von diesen Tieren nur noch 191 Menschen ernähren. Wenn jeder auf der Erde 25 Prozent seiner Kalorien aus tierischem Ursprung bezieht, könnten insgesamt nur 3,2 Milliarden Menschen ernährt werden. Senkt man diesen Anteil auf 15 Prozent, steigt die Zahl auf 4,2 Milliarden. Das WorldWatch Institute bringt dies auf den Punkt: “Fleischverzehr ist ein ineffizienter Nutzen des Getreides – das Getreide wird effizienter genutzt, wenn die Menschen es verzehren. Wachsende Fleischerträge können nur erzielt werden, indem mehr Tieren mehr Getreide verfüttert wird, was zu einem Konkurrenzkampf um Getreide zwischen der zunehmenden Zahl an Fleischessern und den Armen dieser Welt führt.” So kam es 1984 zur Hungersnot in Äthiopien, nicht, weil die äthiopische Landwirtschaft keine Lebensmittel produzierte – ganz im Gegenteil: Während der Krise, die zehntausenden Menschen das Leben kostete, importierten europäische Staaten aus dem verarmten Land Getreide, um damit Hühner, Schweine und Kühe in Europa zu füttern. Wäre das Getreide dazu verwendet worden, die äthiopische Bevölkerung zu ernähren, die es angebaut hat, hätte die Hungersnot gelindert, wenn nicht gar abgewendet werden können. Hinzu kommt die Problematik, dass das Tierfutter häufig in Monokulturen angebaut wird. Diese tragen kurzfristig zu einem hohen Ertrag bei, schaden langfristig jedoch dem Nährstoffgehalt des Bodens und machen ihn somit anfälliger gegenüber Witterungseinflüssen. Auch die Pflanzen sind nach einigen Jahren anfälliger für Krankheiten.

Für die Gesundheit

Der hohe Fleischkonsum ist eine der Hauptursachen verbreiteter Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch andere tierische Produkte haben aufgrund ihrer Zusammensetzung ähnlich negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Eine vollwertige, pflanzenbasierte Ernährungsform hat dagegen das Potenzial, den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Leistungssportler, die sich bewusst für eine vegane Ernährung entscheiden, um Ihre Fitness und Ausdauer zu optimieren (Brendan Brazier, Patrik Baboumian, Fiona Oakes, Marco Sailer, …). Außerdem führt Antibiotikamissbrauch in der Massentierhaltung zur Entstehung von multiresistenten Keimen, die schon jetzt ein gravierendes Problem im Gesundheitssystem darstellen.

... und weil es einfach lecker ist!

Abgesehen von allen moralischen, ökologischen und ökonomischen Gründen für einen vegane Lebensweise, ist vegan ganz einfach lecker! Viele Menschen entdecken die pflanzliche Küche aus geschmacklichen Gründen für sich.
Das Angebot an veganen Kochbüchern, Lebensmitteln und Restaurants wird immer größer. In der veganen Küche ist Kreativität gefragt und gerade deshalb bietet die vegane Ernährung besondere Geschmackserlebnisse und Neuentdeckungen.

Wenn wir uns als Menschen unterscheiden wollen von den Tieren, dann müssen wir auch verantwortungsbewusst mit diesen umgehen. Einfach unseren Affekten und Trieben nach zu leben und den vermeintlichen Genuss von tierischen Produkten mit all seinen Konsequenzen als unverzichtbar zu empfinden, ist nicht rational und zukunftsorientiert.

Bei Fragen zur veganen Ernährung, wenn Sie Tipps für eine erfolgreichen veganen Start brauchen, oder bei sonstigen Fragen rund um das Thema, wenden Sie sich gerne an uns:

vegan-werden@katzentempel.de